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Pressemitteilungen

12.10.2017 | hww hermann wienberg wilhelm | Mitteilung der Pressestelle
Gläubiger stimmen Insolvenzplan über Sanierung der ACURA Kliniken Baden-Baden zu

- Gläubiger zu hohen Forderungsverzichten bereit - Anerkennung für die Belegschaft -

Baden-Baden, 11.10.2017. In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft hat heute die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan zugestimmt, den der Insolvenzverwalter Ottmar Hermann in Abstimmung mit den chinesischen Investoren vorgelegt hat. Zur endgültigen Umsetzung bedarf es noch der Rechtskraft dieses Beschlusses und der Umsetzung des Gesellschafterwechsels. Mit der Zustimmung auf der Gläubigerversammlung konnte eine wichtige weitere Weichenstellung zur Sanierung der ACURA Kliniken Baden-Baden erzielt werden. Sobald die endgültige Rechtskraft besteht und der Insolvenzplan umgesetzt ist, geht das Unternehmen beherrschend auf die börsennotierte Sino Great Wall über, die weltweit im Krankenhaus- und Baubereich tätig ist.

Gute Zusammenarbeit aller Beteiligten

„Ich bin sehr glücklich über diese Entwicklung. Die Gläubiger haben sehr hohe Forderungsverzichte hingenommen. Damit erkennen sie besonders die große Leistung der Belegschaft an, die innerhalb der letzten zwei Jahre daran mitgewirkt hat, den Geschäftsbetrieb uneingeschränkt aufrecht zu erhalten“, sagt Insolvenzverwalter Ottmar Hermann. Hervorzuheben sei auch die große Bereitschaft der chinesischen Investoren, den Betrieb laufend zu unterstützen und die erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, so Ottmar Hermann weiter. So haben sich die Investoren auch an alle Zusagen gehalten.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen wichtige und unverzichtbare Dienstleistungen am Menschen und stehen mit ihrem hohen persönlichen Einsatz zu ihrer Verantwortung gegenüber den Patienten und der Klinik. Sie haben daher maßgeblichen Anteil an der Gestaltung der Zukunft der Acura Kliniken“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Roland Rumpel-Dranaj. Der Betriebsrat hat mit dem avisierten Geschäftsführer Dirk Schmitz eine Beschäftigungsgarantie von zwei Jahren für alle Mitarbeiter ausgehandelt. Zukünftig wird das Haus nach Rechtskraft und nach Umsetzung des Insolvenzplans von dem ehemaligen MediClin-Konzerngeschäftsführer Dirk Schmitz und der Mitgeschäftsführerin, der früheren Siemens-Managerin und China-Expertin Maja Treichel, die selbst viele Jahre im Reich der Mitte lebte und arbeitete, für Sino gemeinsam gesteuert.

„Wir haben große Achtung vor dem Haus, dass gerade im medizinischen Bereich einen hervorragenden Ruf genießt. Wir verfolgen ein langfristiges Engagement und sehen in Deutschland ein Premiumstandort. Wir wollen die Einrichtung nun wieder in die erfolgreiche Normalität einer renommierten Fachklinik zurückführen und den Standort weiter ausbauen“, sagt Investor Aaron Lee für den Käufer Sino Great Wall Co. Ltd.: „Unsere Führung soll ein deutsches Gesicht und deutsche Identität als Basis unseres zukünftigen Erfolges haben!“

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