Zukunft für Katzentempel-Standorte gesichert: Investorin übernimmt Betriebe in Nürnberg und Regensburg

  • Insolvenzverwalter Michael Verken von der Kanzlei Anchor erzielt erfolgreiche Sanierungslösung für zwei von drei betroffenen Franchise-Standorten.
  • Jungunternehmerin Elena Lavrentieva übernimmt die Restaurants in Nürnberg und Regensburg und sichert damit den Fortbestand des beliebten Katzen-Restaurant-Konzepts.
  • Der Großteil der Arbeitsplätze sowie das Wohl der „Tempelkatzen“ bleiben durch die übertragende Sanierung langfristig erhalten.

München/Nürnberg/Regensburg, 26. März 2026. Gute Nachrichten für Tierfreunde und Liebhaber der veganen Gastronomie in Franken und der Oberpfalz: Die Zukunft der „Katzentempel“-Restaurants in Nürnberg und Regensburg ist geklärt. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der JV KT Erlangen GmbH ist es dem Insolvenzverwalter Michael Verken von der bundesweit tätigen Kanzlei Anchor gelungen, eine nachhaltige Investorenlösung zu finden. Beide Standorte wurden erfolgreich an eine neue Betreibergesellschaft übertragen. „Ich bin sehr erleichtert, dass wir nach intensiven Verhandlungen eine Lösung präsentieren können, die nicht nur den wirtschaftlichen Fortbestand der Betriebe sichert, sondern vor allem auch den Schutz der dort lebenden Tiere garantiert“, erklärt Insolvenzverwalter Michael Verken. Die Standorte in Nürnberg und Regensburg werden künftig durch die neue Betreibergesellschaft unter der Leitung von Frau Elena Lavrentieva geführt. Durch diesen Schritt bleibt die regionale Präsenz des einzigartigen Franchise-Konzepts in zwei wichtigen bayerischen Städten stabil.

Einzigartiges Gastronomie-Konzept mit Fokus auf Tierschutz

Die JV KT Erlangen GmbH betrieb seit dem Jahr 2022 als Franchisenehmerin insgesamt drei Restaurants unter der Marke „Katzentempel“ in Erlangen, Nürnberg und Regensburg. Das Konzept des Katzentempels ist in der deutschen Gastronomielandschaft einzigartig: Es verbindet ein rein veganes Speisenangebot mit einem integrierten Katzen-Erlebnisbereich. Dabei stehen nicht nur die kulinarischen Genüsse im Vordergrund, sondern vor allem der Tierschutzgedanke. Die sogenannten „Tempelkatzen“ stammen in der Regel aus regionalen und anerkannten Tierschutzorganisationen und finden in den Restaurants ein dauerhaftes, liebevolles Zuhause. Die Tiere können sich in den Gasträumen frei bewegen, verfügen jedoch über exklusive Ruhezonen und Rückzugsorte.

Die Geschichte des Franchisegebers, der Katzentempel GmbH, begann bereits im Jahr 2013 mit dem ersten Standort in München, bevor 2015 das Franchisesystem ausgerollt wurde. „Es war uns ein besonderes Anliegen, dieses sensible Gefüge aus Gastronomie, Arbeitsplätzen und Tierschutz zu erhalten, da die Standorte für viele Stammkunden weit mehr als nur ein Café sind“, betont Insolvenzverwalter Michael Verken. Das ausschließlich vegane Angebot führt den Gedanken des Tierwohls konsequent fort und hat sich in den letzten Jahren eine treue Fangemeinde in den Standorten aufgebaut.

Hintergründe der wirtschaftlichen Neuausrichtung

Trotz der Beliebtheit des Konzepts geriet die JV KT Erlangen GmbH in eine schwierige wirtschaftliche Lage, die schließlich am 3. Dezember 2025 zur Stellung eines Insolvenzantrags führte. Das Amtsgericht München ordnete daraufhin am 8. Dezember die vorläufige Insolvenzverwaltung an und eröffnete das Verfahren planmäßig am 1. Februar 2026. Die Krise des regionalen Betreibers fiel in eine Zeit, in der auch die Franchisegeberin, die Katzentempel GmbH, ihr Geschäftsmodell grundlegend neu ausrichtete. Im Zuge dieser strategischen Entscheidung wurden die Standorte der JV KT Erlangen GmbH in ein Sanierungsverfahren überführt, mit dem Ziel, sie unter rechtlichem Schutz wirtschaftlich neu aufzustellen und an geeignete neue Partner zu übergeben. Dieser Prozess konnte nun für Nürnberg und Regensburg erfolgreich abgeschlossen werden.

Fortführung unter neuer Leitung und Abschied von Erlangen

Während für die Standorte in Nürnberg und Regensburg eine Fortführungslösung gefunden wurde, verlief die Suche nach einem Investor für das Restaurant in Erlangen leider ergebnislos. Alle Tempelkatzen konnten vor der Schließung an sachkundige Familien übergeben werden. Umso erfreulicher stellt sich die Situation für die verbliebenen Standorte dar: Soweit die Mitarbeiter keine Eigenkündigungen ausgesprochen hatten, übernahm die Erwerberin Elena Lavrentieva sämtliche Arbeitsverhältnisse in Nürnberg und Regensburg. Damit bleibt wertvolles Know-how erhalten, und die Gäste werden weiterhin von den vertrauten Teams begrüßt. „Die nun gefundene Lösung ist das Ergebnis einer konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten, von den Gründern des Systems bis hin zu den Vermietern vor Ort. Dass wir für den Großteil der ursprünglich 52 Beschäftigten eine Zukunftsperspektive schaffen konnten, ist ein großer Sanierungserfolg“, resümiert Michael Verken. Für die „Tempelkatzen“ an den fortgeführten Standorten ändert sich durch den Betreiberwechsel nichts – sie bleiben in ihrer gewohnten Umgebung und werden weiterhin gemäß den hohen Tierschutzstandards des Franchise-Konzepts betreut.

Team Anchor:

Michael Verken, Insolvenzverwalter

Astrid Mayer

Über Anchor

Anchor ist ein Hybrid aus Anwaltskanzlei und Unternehmensberatung. Mit 15 Standorten und über 190 Mitarbeitern in den Bereichen Insolvenz und Sanierung gehört die Kanzlei deutschlandweit zu den großen Restrukturierungseinheiten. Anchor hat zahlreiche größere Unternehmen in und außerhalb der Insolvenz begleitet und saniert. Die Rechtsanwälte von Anchor werden regelmäßig als Insolvenzverwalter, Sachwalter oder als Sanierungsgeschäftsführer in Insolvenz-, Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren vorgeschlagen und bestellt. Anchor Management ist für seine betriebswirtschaftliche Restrukturierungsberatung, sein Interim Management und die Distressed M&A-Beratung bekannt. In Beratungsmandaten verbindet Anchor rechtliche Kompetenz mit betriebswirtschaftlichem Know-how.