Produktgeschäft des E-Mobility-Startups „elvah“ verkauft

Düsseldorf, 22. Juli 2026. Der Insolvenzverwalter des Start-ups elvah GmbH hat Teile von dessen Produktgeschäft an ein Unternehmen aus der E-Mobility-Branche verkauft. Damit bleiben relevante Technologie- und Datenprodukte des Start-up-Unternehmens erhalten. Das zu E.ON gehörende Softwareunternehmen hatte im März 2026 Insolvenz angemeldet.

„Die Veräußerung der Technologie- und Datenprodukte stellt sicher, dass ein wesentlicher Teil der innovativen Lösungen von elvah erhalten bleibt und unter dem Dach eines markterfahrenen Käufers weiterentwickelt werden kann“, betonte Insolvenzverwalter Dr. Gregor Bräuer von der Kanzlei Streitbörger. „Auch für die Gläubiger ist das ein gutes Ergebnis.“

Erwerber ist die chargecloud GmbH, ein europaweit tätiger Anbieter von Softwareanwendungen und datenbasierten Lösungen für Elektromobilität. chargecould übernimmt den elvah HUB, eine Plattform für Market Intelligence und datenbasierte Preisoptimierung sowie den elvah Lademarktreport, eine der führenden Marktanalysen im europäischen Ladeinfrastrukturmarkt für E-Mobilität. Gegenstand der Transaktion sind u.a. Softwareinfrastruktur, Quellcodes, Produktrechte und Datenbestände. Der operative Geschäftsbetrieb der elvah GmbH war bereits vor Abschluss der Transaktion im Wesentlichen eingestellt worden.

Die elvah GmbH entwickelt Daten- und Softwarelösungen für den Markt der Elektromobilität. Das Unternehmen wertet u.a. Informationen zu Ladepunkten, Preisen, Auslastung und Wettbewerb aus und stellt diese insbesondere Betreibern von Ladeinfrastruktur, Energieversorgern und Beratungsunternehmen zur Verfügung. Darüber hinaus fungierte die elvah GmbH als E-Mobility-Provider.

2023 wurde das Unternehmen in einem ersten Insolvenzverfahren von E.ON übernommen. Nachdem infolge der Kündigung eines wichtigen Kundenvertrags ein Großteil des Umsatzes weggebrochen war, musste das Unternehmen im März erneut Insolvenz anmelden. Insolvenzverwalter Bräuer führte den Geschäftsbetrieb zunächst fort und startete einen Investorenprozess. Jedoch fand sich kein Investor, der bereit war, den defizitären Geschäftsbetrieb zu übernehmen.

Über Streitbörger

Streitbörger ist eine überregional tätige Wirtschafts- und Beratungskanzlei mit rund 70 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, darunter 41 Fachanwältinnen und Fachanwälte, sowie 13 Notaren und 17 Insolvenzverwaltern. Die Kanzlei ist an 13 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt vertreten. Streitbörger berät insbesondere mittelständische und große Unternehmen im In- und Ausland. Die Beratungsschwerpunkte liegen im Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht und Arbeitsrecht. Die überregional tätige Wirtschaftskanzlei Streitbörger zählt zahlreiche große Familienunternehmen zu ihrem Mandantenstamm. Jeder Streitbörger-Standort betreut sämtliche Fachgebiete des Wirtschaftsrechts und nutzt dabei den fachlich lückenlosen Verbund von Experten in allen Büros.

www.streitboerger.de

Über Dr. Gregor Bräuer

Dr. Gregor Bräuer ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht. Er ist seit 2006 im Bereich der Unternehmenssanierung tätig und wird regelmäßig von Gerichten in Nordrhein-Westfalen als Insolvenzverwalter, Sachwalter und Restrukturierungsbeauftragter bestellt. Dr. Bräuer hat sich einen Namen in komplexen Insolvenzverfahren gemacht, darunter der Essener Immobilienkonzern Fakt mit insgesamt rund 40 Gruppengesellschaften im In- und Ausland, sowie der Pflegekonzern Kenbi. Im Fokus der Medien standen auch die Insolvenzverfahren von Mister Minit und der deutschen Tochtergesellschaft des schwedischen Modekonzerns Gina Tricot, die Bräuer als Sachwalter beziehungsweise als Insolvenzverwalter verantwortete. Als Restrukturierungsbeauftragter begleitete Dr. Bräuer die Sanierung von Unternehmensgruppen und Immobilienentwicklern. Er steht Unternehmen zudem in Eigenverwaltungsverfahren als Berater oder Generalbevollmächtigter zur Verfügung. Dr. Bräuer verfügt über umfangreiche Erfahrung bei grenzüberschreitenden Insolvenzen sowie im internationalen Insolvenzrecht.

Nähere Informationen unter: www.streitboerger.de/persoenlichkeiten/dr-gregor-braeuer-rechtsanwalt/

Über chargecloud GmbH

Die chargecloud GmbH ermöglicht Unternehmen seit 2016, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zuverlässig und effizient zu betreiben. Als europäischer Anbieter von Softwareanwendungen für Elektromobilität bietet chargecloud eine zentrale Lösung, mit der sich Ladeangebote aufbauen, steuern, abrechnen und flexibel erweitern lassen – vom Start bis zum großflächigen Ausbau. Als 100-%-Whitelable-Anbieter und aufgrund der offenen, herstellerunabhängigen Architektur unterstützt das chargecloud Operating System (OS) die Integration mit bestehenden Systemen. Das erleichtert den Einstieg in neue Märkte und ermöglicht es, verschiedene Anwendungsfälle und komplexe Geschäftsmodelle flexibel abzubilden. chargecloud arbeitet eng mit Betreibern von Ladestationen (Charge Point Operators, CPO), Anbietern von Ladediensten (E-Mobility-Provider, EMP) und Energieversorgern zusammen. Im chargecloud Marketplace bietet das Unternehmen über Partner zusätzliche Dienstleistungen und schafft so ein ganzheitliches Ökosystem für E-Mobility-Angebote.

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