Augsburg, 16.9. 2026: Der bislang vollumfänglich fortgeführte Geschäftsbetrieb der insolventen Grabmeier GmbH in Augsburg muss zum 30. September 2026 eingestellt werden, wie Insolvenzverwalter Constantin Graf Salm-Hoogstraeten von der Restrukturierungskanzlei BBL heute mitteilte.
„Ich bedaure diese Entwicklung außerordentlich. Wir haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um einen Investor für den Betrieb zu finden, die von uns mandatierte M&A-Beratung hat insgesamt über 300 potenzielle Interessenten identifiziert und angesprochen,“ erläutert Graf Salm-Hoogstraeten. „Fünf Interessenten haben wir genauere Informationen zur Verfügung gestellt und zumindest in einem Fall auch auf ein konkretes Kaufangebot gehofft, das am Ende jedoch ausblieb.“ Auch zwei Mitarbeiter hätten Interesse an einer Übernahme gezeigt, sie konnten jedoch im gesetzlich vorgegebenen Zeitrahmen keine Finanzierungslösung präsentieren.
In der Hoffnung auf eine Investorenzusage hatte der Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb auch nach Eröffnung des Verfahrens am 1. September 2026 noch weitergeführt, die wirtschaftliche Situation lasse eine weitere Fortführung jedoch nicht zu. Den zuletzt noch 19 Mitarbeitenden muss bis spätestens zum 31. Dezember 2026 gekündigt werden.
Die sog. Ausproduktion mit dem gesamten Team soll bis zum 30. September 2026 abgeschlossen sein. Bis zum 10. Oktober 2026 wird das Unternehmen mit einer reduzierten Mannschaft von dann noch sechs Mitarbeitern dafür Sorge tragen, dass die bis zum 30. September 2026 fertiggestellte Ware auch noch ordnungsgemäß zum Kunden ausgeliefert werden kann. Ab dem 11. Oktober 2026 sind dann sämtliche Mitarbeiter unwiderruflich von der Arbeitsleistung freigestellt.
Danach wird das Vermögen der Grabmeier GmbH verwertet, um die bestehenden Forderungen der Gläubiger zumindest teilweise aus dem Verwertungserlös bedienen zu können.
Die Grabmeier GmbH ist ein spezialisierter Anbieter für die Herstellung und Instandsetzung sämtlicher Schneid- und Verzahnungswerkzeuge für die Metall-, Holz-, Kunststoff- und Papierbearbeitung. Es erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 1.5 Mio. Euro. Am 14.7.2026 hatte das Amtsgericht in Augsburg die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Unternehmens r Grabmeier GmbH angeordnet und Constantin Graf Salm-Hoogstraeten zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
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