BBL: Constantin Graf Salm-Hoogstraeten zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Rauscher Pulverbeschichtung GmbH & Co. KG bestellt / Dr. Florian Linkert zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Rauscher Verwaltungs GmbH bestellt

  • Geschäftsbetrieb des Traditionsunternehmen läuft uneingeschränkt weiter
  • Gehälter der Mitarbeiter bis einschließlich Juli 2026 gesichert
  • Fortführungs- und Sanierungsoptionen werden geprüft

Thannhausen/Ulm, 3. Juni 2026. Mit Beschlüssen vom 2. Juni 2026 hat das Amtsgericht Neu-Ulm über das Vermögen der Rauscher Pulverbeschichtung GmbH & Co. KG sowie der Rauscher Verwaltungs GmbH jeweils die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Die Gesellschaft hatten zuvor selbst Insolvenzanträge gestellt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Rauscher Pulverbeschichtung GmbH & Co. KG wurde Rechtsanwalt Constantin Graf Salm-Hoogstraeten aus Ulm von der auf Restrukturierung spezialisierten Kanzlei BBL Brockdorff bestellt. Für die Rauscher Verwaltungs GmbH bestellte das Gericht Dr. Florian Linkert aus Ulm, ebenfalls von der Kanzlei BBL Brockdorff, zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Die vorläufigen Insolvenzverwalter haben unmittelbar nach ihrer Bestellung mit der Situationsanalyse begonnen und verschaffen sich derzeit ein umfassendes Bild über die Unternehmen. Unterstützt werden die Insolvenzverwalter von BBL-Rechtsanwalt Maximilian Löfflad. Der Geschäftsbetrieb läuft während des vorläufigen Insolvenzverfahrens uneingeschränkt weiter. Bestehende Aufträge werden fortgeführt und neue Aufträge angenommen. Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das sogenannte Insolvenzgeld bis einschließlich Ende Juli 2026 gesichert.

„Die Unternehmen verfügen über langjährige Kundenbeziehungen und umfangreiche technische Expertise in ihrem Marktsegment. Gemeinsam mit der Geschäftsführung und allen Beteiligten werden wir nun die vorhandenen Fortführungs- und Sanierungsmöglichkeiten prüfen“, sagt Constantin Graf Salm-Hoogstraeten.

Dr. Florian Linkert ergänzt: „Unser Fokus liegt darauf, die bestehenden Strukturen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung zu schaffen. Dafür werden wir in den kommenden Wochen zeitnah Gespräche mit allen Beteiligten führen.“

Traditionsunternehmen der Oberflächenveredelung

Die Rauscher Pulverbeschichtung GmbH & Co. KG mit Sitz in Thannhausen gehört zu den etablierten Unternehmen der Oberflächenveredelungsbranche. Die Wurzeln des Traditionsunternehmens reichen bis in das Jahr 1970 zurück. Die Gesellschaft ist auf die industrielle Pulverbeschichtung und Veredelung von Metallbauteilen spezialisiert. Die Beschichtungslösungen kommen insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau, im Metallbau sowie bei Bau- und Fassadenelementen zum Einsatz.

Das Unternehmen erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von rund 2 Millionen Euro und beschäftigt derzeit rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Insolvenzanträge wurden vor dem Hintergrund einer anhaltend schwierigen Marktlage gestellt. Belastend wirkten insbesondere die schwache Industriekonjunktur, rückläufige Auftragseingänge sowie deutlich gestiegene Energie-, Material- und Personalkosten. Die hieraus resultierenden Liquiditätsengpässe machten die Einleitung der Verfahren erforderlich.

Über BBL Brockdorff

BBL gehört seit vielen Jahren zu den bundesweit führenden Kanzleien mit klarem Fokus auf Sondersituationen – Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz. Mit mehr als 200 Mitarbeitenden, darunter 50 Anwältinnen und Anwälten ist die Kanzlei deutschlandweit präsent, zudem gibt es ein Büro in London.