- Einer der größten unabhängigen Plattenläden Deutschlands arbeitet unter dem Schutz des Sanierungsrechts an der Neuaufstellung
- Suche nach neuen Investoren ist bereits gestartet
Bremen, 10. Juli 2026 – Der Geschäftsbetrieb beim Plattenladen „Hot Shot Records“ wird bis auf weiteres ohne Einschränkungen fortgeführt. Dies teilte der vorläufige Insolvenzverwalter des Unternehmens Rechtsanwalt Dr. Hans-Joachim Berner, Partner der Kanzlei KÖSTERBERNER, nach Abschluss einer ersten Bestandsaufnahme mit. Vor dem Hintergrund einer finanziellen Schieflage aufgrund unerwarteter zusätzlicher Belastungen durch einen Wasserschaden im November 2025, hatte das Bremer Unternehmen Anfang Juli 2026 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie Berner in seiner ersten Stellungnahme weiter mitteilte, sind die Löhne und Gehälter der 12 Beschäftigten bis einschließlich August 2026 gesichert. Neben der Stabilisierung des laufenden Geschäftsbetriebs wird in den kommenden Wochen die Suche nach neuen Investoren vorangetrieben.
Hot Shot Records ist seit über 30 Jahren am Markt aktiv und hat sich unter Musik- und VinylFans und in Sammlerkreisen Kultstatus erarbeitet. Das Unternehmen zählt zu den größten unabhängigen Plattenläden in Europa und bietet auf einer komplett barrierefreien Verkaufsfläche von rund 1.000 qm ein Vollsortiment an Neu- und Gebrauchtware (Schallplatten, CDs, DVDs, Blu-rays) sowie Merchandising-Artikeln an. Neben Musikneuheiten hat sich Hot Shot Records insbesondere auch auf alte und seltene Schallplatten sowie CDs aus den Genres Pop/Rock, Metal, Soul, Funk & Jazz, Blues und Hip-Hop fokussiert. Hierzu werden laufend ganze Sammlungen, Einzelstücke oder auch Nachlässe aufgekauft und nach sorgsamer Sichtung weiterverkauft. Im Bremer Ladengeschäft werden regelmäßig Veranstaltungen wie Autogrammstunden, Albumveröffentlichungen und Künstlerveranstaltungen durchgeführt. Zudem ist Hot Shots Records auf den größeren Musikfestivals europaweit vertreten und bietet dort an einem eigenen Stand Tonträger an.
Dr. Hans-Joachim Berner als vorläufiger Insolvenzverwalter: „Die wichtige Nachricht für Kundinnen und Kunden, für die Fan-Community und für das Team lautet: Der Geschäftsbetrieb bei Hot Shot Records kann bis auf weiteres ohne Einschränkung fortgeführt werden. Dies ist ein wichtiger Faktor für erfolgreiche Sanierungen. Wir werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Geschäftsführung daran arbeiten, stabile Perspektiven für die Zukunft zu finden. Im Zuge dessen haben wir die Suche nach neuen Investoren bereits gestartet.“
Norbert Fecker, Geschäftsführer bei Hot Shot Records: „Zum Schritt ins Insolvenzverfahren blieb uns zuletzt keine andere Möglichkeit. Die zusätzlichen Belastungen durch den Wasserschaden waren neben den Belastungen durch die Auswirkungen der Pandemie, die an der Substanz gezehrt haben, und stark gestiegenen Fixkosten einfach zu hoch. Das konnten wir schlichtweg trotz des Zuspruchs und der großen Unterstützung, die wir in den letzten Monaten erfahren haben, nicht mehr stemmen. Aber wir geben auch jetzt nicht auf. Hot Shot Records ist ein Herzensprojekt und seit Jahrzehnten Treffpunkt für Musikfans, Plattensammler, DJs und Musikerinnen und Musiker. Wir sind überzeugt davon, dass sich unabhängige Strukturen am Markt behaupten können und setzen jetzt alles daran, die Chancen für einen Neuanfang zu nutzen. Um das zu erreichen, haben wir erfahrene Sanierungsexperten an unserer Seite.“
Weitere Informationen zum Unternehmen unter: hotshotrecords.com
Weitere Informationen zu KÖSTERBERNER unter www.koesterberner.de