- Rund 600 Mitarbeitende erhalten zeitnah die noch ausstehenden Januargehälter – Gehaltszahlungen für Februar und März über das Insolvenzgeld zu den üblichen Zeitpunkten
- Vorläufige Insolvenzverwaltung und Geschäftsführung arbeiten mit Hochdruck an der Neuaufstellung der Betreibergesellschaften – Verfahrensdauer von mehreren Monaten erwartet
- Ziel der Verfahren: Beide Gesellschaften und ihre Einrichtungen mit weiterhin hoher Betreuungs- und Unterstützungsqualität für die Zukunft zu sichern
Karlsruhe. Die Geschäftsführung und die vorläufige Insolvenzverwaltung der Kita-Betreibergesellschaften Pro-Liberis gGmbH und Lenitas gGmbH haben knapp eine Woche nach dem Start der Verfahren gute Nachrichten für die rund 600 Mitarbeitenden der über 30 Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung und Jugendhilfe: Sie erhalten über das Insolvenzgeld noch innerhalb der nächsten Werktage das noch ausstehende Gehalt für Januar. Die Gehälter für Februar und März werden ebenfalls über das Insolvenzgeld zu den üblichen Zeitpunkten ausgezahlt werden können.
Auszahlung an rund 600 Mitarbeitende in knapp einer Woche auf die Beine gestellt
„Es freut uns sehr, dass wir es geschafft haben, die Auszahlung an rund 600 Mitarbeitende in knapp einer Woche auf die Beine zu stellen – ein anspruchsvolles Unterfangen und eine erste schnelle Lösung für die Beschäftigten“, sagen Dr. Jürgen Erbe und Holger Blümle, die vorläufigen Insolvenzverwalter. Geschäftsführer Peer Giemsch ergänzt: „Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeitenden für ihre Geduld und ihre Mithilfe beim Prozess der Insolvenzgeldvorfinanzierung. Dadurch ist die Auszahlung der Februar- und der Märzgehälter zu den üblichen Zeitpunkten möglich, sodass es die verspätete Auszahlung nur bei den Januargehältern gibt – ein Umstand, den wir im Interesse unserer engagierten Mitarbeitenden gerne vermieden hätten, und der ein einmaliges Ereignis bleiben wird!“.
Ein Zeitraum von mehreren Monaten
Geduld ist gleichwohl bei den Verfahren und der Neuaufstellung der Betreibergesellschaften ein wichtiger Faktor. „Uns ist bewusst, dass alle Beteiligten möglichst schnell wissen wollen, wie es weitergeht. Wir versichern Ihnen, dass das auch in unserem Interesse ist. Als Geschäftsführung und vorläufige Insolvenzverwaltung arbeiten wir mit Hochdruck an der Neuaufstellung der Pro-Liberis und der Lenitas. Unser Ziel ist ausdrücklich möglichst der Erhalt der Unternehmen, der Einrichtungen sowie der Arbeitsplätze und keine Schließung“, sagen Erbe und Blümle. „Realistischerweise reden wir bei den Verfahren allerdings über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Gleichwohl ist das Ziel aller eine möglichst schnelle Lösung“, betonen Erbe und Blümle.
Betreuung, Beratung und Unterstützung gewährleistet
Der Betrieb in allen Einrichtungen der Pro-Liberis und der Lenitas läuft derweil in vollem Umfang weiter. „Die Betreuung der Kinder ist gewährleistet und das wird auch weiterhin so sein“, sagt Geschäftsführer Giemsch. „Es wird keine negativen Auswirkungen auf die Qualität oder den Umfang an Beratungs-, Betreuungs- oder Unterstützungsleistungen geben, und es ist unser Ziel, dass die Eltern und deren Kinder von den Verfahren in ihrem Alltag nichts mitbekommen!“
Über Pro-Liberis: Die Pro-Liberis gGmbH mit Sitz in Karlsruhe ist seit 2006 als Träger in der Kindertagesbetreuung in der Region aktiv. Heute betreibt Pro-Liberis zwanzig Kindertagesstätten. Insgesamt stehen 907 genehmigte Betreuungsplätze zur Verfügung, davon 440 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Zum Zeitpunkt der Antragstellung sind bei Pro-Liberis 447 Mitarbeitende beschäftigt.
Über Lenitas: Die Lenitas gGmbH mit Sitz in Karlsruhe betreibt neun Kindertageseinrichtungen für Kinder mit und ohne Behinderung. In den Einrichtungen werden insgesamt 452 Kita-Plätze angeboten. Darüber hinaus hält Lenitas vielfältige Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe vor, unter anderem eine Jugendwohngemeinschaft, eine vollstationäre Wohngruppe sowie eine Familienwerkstatt. Bei Lenitas sind aktuell 170 Mitarbeitende beschäftigt.