KÖNIG Gruppe leitet zukunftsfähige Neuaufstellung im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens ein

  • Strukturierter Investorenprozess für die in den Bereichen Personaldienstleistungen und Innenausbau tätige mittelständische Gruppe geplant
  • Erfahrenes Sanierungsteam um Christian Stoffler (Gerloff Liebler Rechtsanwälte) und Fredrik Ljungman (Ljungman CRO GmbH) steuert Prozess

Göttingen, 20. August 2026 – Die bei Moringen nahe Göttingen ansässige KÖNIG Gruppe soll durch ein Eigenverwaltungsverfahren zukunftsfähig neu aufgestellt werden. Das Amtsgericht Göttingen stimmte entsprechenden Anträgen zu und ordnete die vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung an. Vorgesehen ist, für die Gruppe, die in den Bereichen Personaldienstleistungen sowie Metall- und Profilsysteme tätig ist, zeitnah einen strukturierten Investorenprozess einzuleiten.

Die Anträge beziehen sich auf die Holding KÖNIG SE & Co. KG sowie auf die beiden operativen Spartengesellschaften KÖNIG Fachpersonal GmbH & Co. KG und KÖNIG Profilsysteme GmbH & Co. KG. Die Eigenverwaltung nach §270a Abs. 1 Insolvenzordnung ist auf die Fortführung des Geschäftsbetriebs ausgerichtet. Die auf Restrukturierungen im Mittelstand spezialisierte Ljungmann CRO GmbH hat bereits im Juli erste Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die unter der strategischen Leitung von Fredrik Ljungman stehen und durch Dr. Matthias Meyer vor Ort umgesetzt werden.

Das Team wird in der vorläufigen Eigenverwaltung durch Christian Stoffler von der Kanzlei Gerloff Liebler Rechtsanwälte unterstützt, der neben Ljungman zum Restrukturierungs-Geschäftsführer bestellt wurde. Stoffler verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in Insolvenz- und Eigenverwaltungsverfahren in Industrie und Handel. Die rechtliche Überwachung des Verfahrens obliegt Rechtsanwalt Markus Kohlstedt (Kanzlei Eckert Rechtsanwälte, Hannover) als gerichtlich bestellter vorläufiger Sachwalter.

Vorgesehen ist, durch einen zügig einzuleitenden Investorenprozess den dauerhaften Fortbestand der operativen Geschäfte der KÖNIG Gruppe zu sichern. Dabei sind sowohl eine Gesamtlösung für die Gruppe als auch Teillösungen für die beiden Unternehmensbereiche denkbar. Von den Eigenverwaltungsverfahren in den drei Gesellschaften sind insgesamt rund 1.000 Beschäftigte betroffen, wovon knapp 900 auf Fachkräfte entfallen, die bei KÖNIG Fachpersonal im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung zum Einsatz kommen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten Insolvenzgeld von der Bundeagentur für Arbeit.

Die Anfänge der KÖNIG Gruppe reichen zurück bis ins Jahr 1965. Aus dem ursprünglich familiengeführten Betrieb für Montagedienstleistungen in der Baubranche entwickelte sich eine Unternehmensgruppe mit zwei Sparten und einem Gesamtumsatz von rund 100 Mio. Euro (2025): KÖNIG Fachpersonal stellt an mehr als 15 Standorten in Deutschland und über eine Tochtergesellschaft an drei Standorten in Österreich Fachkräfte für Handwerk, Industrie, Logistik und Verwaltung bereit. KÖNIG Profilsysteme produziert am Standort Moringen Metallprofile und Zubehör für Wand und Decke im Innenausbau. Die Unternehmensgruppe wird bis heute von der Unternehmerfamilie Döscher über eine Familienstiftung kontrolliert.

Restrukturierungs-Geschäftsführer Christian Stoffler: „Die KÖNIG Gruppe hatte in den vergangenen Jahren mit einer zu niedrigen Kapazitätsauslastung, zunehmendem Preisund Margendruck, aber auch internen strukturellen Herausforderungen zu kämpfen. Wir werden im Eigenverwaltungsverfahren die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen fokussiert vorantreiben, um eine gute Ausgangsbasis für eine langfristige Fortführungslösung zu schaffen.“

Geschäftsführer Fredrik Ljungman: „Der Name KÖNIG steht in beiden Bereichen Personaldienstleistung und Profilsysteme für jahrzehntelanges Know-how und hohe Qualität. Wir sind zuversichtlich, dass diese Stärken auch von potenziellen Investoren gewürdigt werden. Unser Ziel ist, bis zum Ende dieses Jahres zu einer zukunftsfähigen Lösung zu gelangen, durch die möglichst viele Arbeitsplätze gesichert werden.“