Herford, 29. September 2026. Die Windmann GmbH & Co. KG aus Herford hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Bielefeld ordnete am 27. September 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft an und bestellte Rechtsanwalt Dr. André Wehner von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter.
Das Familienunternehmen wurde im Jahr 1909 in Herford gegründet und ist ein bekanntes Glasveredelungsunternehmen. Windmann Glas wird inzwischen in der vierten Generation von Sören Amann geführt, dem heutigen Firmeninhaber und Urenkel des Gründers. Das Traditionsunternehmen ist auf die Fertigung von Glas- und Spiegelkomponenten für die Möbelindustrie und den Ladenbau spezialisiert. Darüber hinaus bietet Windmann Glas individuelle handwerkliche Glaslösungen für den Innen- und Außenbereich an.
Grund für den Insolvenzantrag sind Liquiditätsschwierigkeiten. Die schwache Konjunktur, eine zurückhaltende Investitionstätigkeit und gestiegene Energiekosten haben das Unternehmen zuletzt erheblich belastet. Der Geschäftsführer stellte daher den Antrag, um im Rahmen des Insolvenzverfahrens eine Sanierung zu ermöglichen.
Geschäftsführer Sören Amann erklärt: „Wir werden in den kommenden Monaten den vorläufigen Insolvenzverwalter unterstützen. Unsere Mitarbeiter zeigen in dieser schwierigen Phase großen Einsatz. Jetzt arbeiten wir gemeinsam daran, eine Lösung für unser Unternehmen zu finden.“
Geschäftsbetrieb wird fortgeführt
Der vorläufige Verwalter war bereits vor Ort und hat eine wichtige Entscheidung getroffen: Der Geschäftsbetrieb von Windmann Glas wird fortgeführt. Dr. André Wehner hat hierfür bereits erste Maßnahmen eingeleitet.
Die Windmann GmbH & Co. KG beschäftigt 36 Mitarbeiter. Die Löhne der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für drei Monate bis Ende November gesichert. Geschäftsführer Sören Amann und der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. André Wehner informierten den Betriebsrat und die Belegschaft im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung über die aktuelle Lage.
Das PLUTA Team, dem auch Rechtsanwalt Dr. Marc-Arno Scheuß angehört, wird nun die Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege leiten, damit die Löhne wie gewohnt ausgezahlt werden können.
Neben der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs wird der vorläufige Insolvenzverwalter in den kommenden Wochen einen Investorenprozess durchführen. Ziel ist es, die Aufträge weiterhin zuverlässig zu erfüllen, die Sanierungsoptionen zu prüfen und die langfristige Fortführung des Unternehmens mit einem Investor zu sichern.
Über PLUTA:
PLUTA hilft Unternehmen in rechtlich und wirtschaftlich herausfordernden Situationen. Wir unterstützen Unternehmen in allen Phasen des Lebenszyklus – bei Transaktionen, in der Restrukturierung, aber auch durch Sanierung und Fortführung in Krisen oder Insolvenzsituationen. Bei Bedarf übernehmen PLUTA Sanierungsexperten dabei zudem Führungsfunktionen in Unternehmen. Seit Gründung 1982 ist PLUTA stetig gewachsen und beschäftigt heute über 600 Mitarbeiter in Deutschland, Spanien und Italien. Mehr als 300 Kaufleute, Betriebswirte, Rechtsanwälte, Wirtschaftsjuristen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Ökonomen, Bankfachwirte, Buchhalter, Ingenieure und Fachkräfte für Insolvenzverwaltung, darunter viele mit Mehrfachqualifikationen, sorgen für praktikable, wirtschaftlich sinnvolle Lösungen. PLUTA gehört zur Spitzengruppe der Restrukturierungsgesellschaften, was Rankings und Auszeichnungen von WirtschaftsWoche, Focus, Handelsblatt, brand eins, INDat, JUVE, The Legal 500 und Lexology Index belegen. Weitere Informationen unter www.pluta.net.