Hübingen, 23. Oktober 2026. Das Familienferiendorf Hübingen ist gerettet. Das teilt Insolvenzverwalter Philip Konen von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH mit. Die Gläubiger des Vereins Familienferiendorf Hübingen e.V. haben heute dem Insolvenzplan in allen Gruppen einstimmig zugestimmt. Damit ist die Sanierung nach einem Jahr durchgehender Betriebsfortführung gelungen.
Der Abstimmungs- und Erörterungstermin der Gläubigerversammlung fand heute am Amtsgericht Montabaur statt, das den Plan bereits bestätigt hat. Mit der Aufhebung des Verfahrens wird in den kommenden Wochen gerechnet. PLUTA Rechtsanwalt Philip Konen hat gemeinsam mit dem Vorstand und zahlreichen Unterstützern in den vergangenen Monaten intensiv an dieser Lösung gearbeitet. Er wird im Verfahren von den Rechtsanwälten Denise Schäfer und Philipp Meyer unterstützt.
Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten
Bei einem Insolvenzplan bleibt der Rechtsträger erhalten. Der Verein führt das Familienferiendorf weiter, und alle rund 30 Arbeitsplätze sind gesichert. Durch die Entschuldung kann der Verein das Insolvenzverfahren hinter sich lassen und nach dessen Aufhebung wieder eigenständig handeln. Die Gläubiger erhalten eine Quote im zweistelligen Prozentbereich und werden damit deutlich bessergestellt als bei einer Liquidation.
Insolvenzverwalter Philip Konen erklärt: „Wir freuen uns sehr, dass alle Gläubiger dem Insolvenzplan zugestimmt haben. Das Familienferiendorf ist damit gerettet und alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Entscheidend war, dass so viele Menschen die Rettung unterstützt haben. Das zeigt, welchen Stellenwert das Feriendorf in der Region hat.“
350.000 Euro Rettungskapital durch Spenden
Eine wichtige Voraussetzung für die Sanierung war das Rettungskapital in Höhe von 350.000 Euro. Die im vergangenen Jahr gegründete Stiftung Familienferiendorf Hübingen hatte dafür mehrere Spendenaktionen organisiert, um den Verein finanziell zu unterstützen. Das Geld wird für Zahlungen an die Gläubiger und zur Finanzierung des Betriebs in den umsatzschwächeren Wintermonaten verwendet.
Philip Konen sagt: „Hinter uns liegen intensive zwölf Monate. Der Vorstand, die Stiftung und viele weitere Unterstützer haben sich mit großem Einsatz für das Familienferiendorf engagiert. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken. Es freut mich sehr, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat und das Feriendorf weiterbesteht.“
Während des gesamten Insolvenzverfahrens waren keine Personalmaßnahmen erforderlich. Die Verantwortlichen des Vereins haben die Fortführung in den vergangenen Monaten mit großem Engagement unterstützt. Wie Rechtsanwalt Philip Konen in der Gläubigerversammlung betonte, hat insbesondere die Arbeit des zweiten Vorstands, Claus Eberling, zur erfolgreichen Sanierung beigetragen. Er hatte die wirtschaftlichen Verhältnisse des Familienferiendorfs jederzeit nachvollziehbar dokumentiert und die Unterlagen laufend aktualisiert.
Verein dankt allen Unterstützern
Der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Hanno Heil, bedankte sich am Ende der Versammlung ausdrücklich für die kompetente, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalterteam. Dr. Hanno Heil sagt: „Wir sind sehr dankbar, dass die Gläubiger dem Insolvenzplan zugestimmt haben. Unser Dank gilt auch den Mitarbeitern und Gästen, die uns während des gesamten Verfahrens die Treue gehalten haben. Zudem möchte ich mich bei allen Unterstützern herzlich bedanken. Ohne die vielen großen und kleinen Spenden hätten wir den Insolvenzplan nicht umsetzen können.“
Der Blick der Verantwortlichen richtet sich jetzt in die Zukunft. Der Verein freut sich auf bisherige und neue Gäste. Familien, Kinder, Jugendliche, Gruppen und Vereine können in Hübingen erholsame und abwechslungsreiche Aufenthalte verbringen. Im kommenden Jahr erwartet die Gäste eine besondere Attraktion: die neue Sommerrodelbahn, die derzeit im Wildpark Westerwald gebaut wird. „Die Verbindung von Naturerlebnissen und gemeinsamen Aktivitäten für Familien und Gruppen ist ein besonderes Markenzeichen des Familienferiendorfs“, sagt Hausleiter Michael Nagel. Zudem laufen bereits Planungen für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Feriendorf, unter anderem an den Dachflächen und in den Ferienhäusern. Der Hausleiter ergänzt: „Wir möchten, dass sich unsere Gäste auch in Zukunft bei uns wohlfühlen und mit unseren Räumen und unserem Service zufrieden sind.“
Antragstellung vor einem Jahr
Der Verein Familienferiendorf Hübingen e.V. hatte im Herbst 2025 einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Montabaur ordnete am 30. Oktober 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte PLUTA Rechtsanwalt Philip Konen zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Am 1. Februar 2026 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und Konen zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Betrieb des Feriendorfs lief während des gesamten Verfahrens uneingeschränkt weiter. Gäste konnten wie gewohnt übernachten und sämtliche Angebote nutzen.
Der eingetragene Verein Familienferiendorf Hübingen e.V. ist Träger des Feriendorfs im Westerwald. Seit seiner Gründung in den 1960er Jahren ist der Verein christlich geprägt und spezialisiert auf Familienurlaube und Gruppenaufenthalte. Das Feriendorf verfügt über 40 Ferienhäuser, jeweils ausgestattet mit Wohnküche, zwei bis vier Schlafzimmern, Bad und einer Terrasse mit Gartenmöbeln. Zudem gibt es im Feriendorf ein Tipi-Zelt, ein Zirkuszelt, einen Zirkuswagen, verschiedene Räumlichkeiten für Gruppen und eine Friedenskapelle für Gottesdienste, Veranstaltungen, Chorproben, Konzerte oder Seminare. Das Familienferiendorf ist durchgängig von Februar bis Dezember geöffnet.
Über PLUTA:
PLUTA hilft Unternehmen in rechtlich und wirtschaftlich herausfordernden Situationen. Wir unterstützen Unternehmen in allen Phasen des Lebenszyklus – bei Transaktionen, in der Restrukturierung, aber auch durch Sanierung und Fortführung in Krisen oder Insolvenzsituationen. Bei Bedarf übernehmen PLUTA Sanierungsexperten dabei zudem Führungsfunktionen in Unternehmen. Seit Gründung 1982 ist PLUTA stetig gewachsen und beschäftigt heute über 600 Mitarbeiter in Deutschland, Spanien und Italien. Mehr als 300 Kaufleute, Betriebswirte, Rechtsanwälte, Wirtschaftsjuristen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Ökonomen, Bankfachwirte, Buchhalter, Ingenieure und Fachkräfte für Insolvenzverwaltung, darunter viele mit Mehrfachqualifikationen, sorgen für praktikable, wirtschaftlich sinnvolle Lösungen. PLUTA gehört zur Spitzengruppe der Restrukturierungsgesellschaften, was Rankings und Auszeichnungen von WirtschaftsWoche, Focus, Handelsblatt, brand eins, INDat, JUVE, The Legal 500 und Lexology Index belegen. Weitere Informationen unter www.pluta.net.