Positive Entwicklung: Produktion bei insolventer GSH Sachsen bis weit ins zweite Halbjahr 2026 hinein ausgelastet

  • Insolvenzverwalter und Geschäftsführung haben weitere Aufträge von mehreren Kunden eingeworben – viele Kunden und Lieferanten unterstützen das Unternehmen weiterhin
  • Die Auslastung der Produktion verschafft dem Spezialisten für Zinkdruckgusslösungen Zeit für die Gespräche mit möglichen Investoren – Ziel: Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze
  • Wiederaufnahme und Stabilisierung der Produktion seit dem Insolvenzantrag – Insolvenzverwalter, Geschäftsführung und Belegschaft arbeiten Hand in Hand

Hartha/Chemnitz. Die Produktion bei GSH Sachsen ist vorerst bis weit ins zweite Halbjahr 2026 hinein ausgelastet – über diese positive Entwicklung hat Insolvenzverwalter Dr. Dirk Herzig von Schultze & Braun die Belegschaft des Spezialisten für Zinkdruckgusslösungen am 1. Juni informieren können.

„Wir haben in den vergangenen Monaten nach sehr intensiven Verhandlungen weitere Aufträge von unseren Kunden erhalten“, sagt Herzig. Dem vorausgegangen waren umfangreiche Neukalkulationen aller Produkte, eine stringende Kostenüberprüfung und Trennung von wirtschaftlich belastenden Vereinbarungen.

„Wir können nun den Geschäftsbetrieb über den Sommer und bis in den Herbst hinein fortführen. Da noch nicht alle angekündigten Bestellungen vorliegen, kann derzeit noch keine abschließende Aussage dazu getroffen werden, ob die Auslastung der Fertigung sogar bis zum Jahresende reicht. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass wir dies auch durch Schichtumstellungen erreichen können. Da angesichts der wirtschaftlichen Situation zunächst nur eine Ausproduktion bis Februar 2026 realistisch schien, freut mich diese positive Entwicklung gerade für die Belegschaft sehr. Die Mitarbeitenden engagieren sich sehr für ihr Unternehmen, und sie haben mit ihrem Einsatz und der Qualität ihrer Arbeit enormen Anteil an dieser Entwicklung.“


Löhne und Gehälter werden weiterhin aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet

An seinen Plänen hält der Insolvenzverwalter weiterhin fest:

„Unser Ziel war und ist es, das Unternehmen und die Arbeitsplätze am Standort Hartha zu erhalten“, sagt Herzig, der unter anderem am Chemnitzer Standort von Schultze & Braun tätig ist.

„Die neue Auftragslage verschafft uns zum einen mehr Zeit für die Suche nach einem potentiellen Investor, zum anderen ist die Entwicklung bei GSH Sachsen auch ganz klar ein Zeichen für das wirtschaftliche Potential des Unternehmens.“

Die Löhne und Gehälter der rund 25 Mitarbeitenden werden weiterhin aus dem laufenden Geschäftsbetrieb über die bestehenden Aufträge erwirtschaftet. Viele Kunden und Lieferanten unterstützen das Unternehmen weiterhin und stehen zu ihm. Die Kunden haben allerdings auch klar gemacht, dass sie Sicherheit für die Zukunft benötigen.


Die Suche nach einem passenden Investoren läuft

Die Gespräche mit potentiellen Übernehmern laufen derweil weiter.

„Der Investorenprozess steht aber nach wie vor allen Interessierten offen. Wer Interesse an einem Einstieg bei GSH Sachsen hat, kann sich gerne melden“, sagt Herzig.

„Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, die positive Entwicklung bei GSH Sachsen fortzusetzen und eine Fortführungslösung für das Unternehmen zu schaffen“, so der Insolvenzverwalter weiter.

Der Einstieg eines Investors ist aber weiterhin zwingend notwendig, um die Produktion in Hartha langfristig fortführen zu können.

„Viel Zeit bleibt uns allerdings nicht mehr“, sagt Herzig. „Die Kunden fordern Sicherheit und haben bereits angekündigt, dass sie in diesem Jahr eine Entscheidung erwarten, bevor sie weitere Aufträge für 2027 erteilen wollen.“


Über die GSH Sachsen GmbH

Die GSH Sachsen geht auf ein 1991 gegründetes Unternehmen zurück und ist auf Zinkdruckgusslösungen, aber auch komplette Baugruppenmontagen spezialisiert. Am Unternehmenssitz in Hartha (Sachsen, nördlich von Chemnitz) sind rund 25 Mitarbeitende für die GSH Sachsen tätig.