Weida, September 2026 – Die Sanierung von Breckle Weida, einem der größten deutschen Hersteller von Matratzen und Schlafmöbeln, kommt planmäßig voran. Am 1. August 2026 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und Herr Rechtsanwalt Kai Dellit, Partner der Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Die Kunden werden wie gewohnt beliefert, Aufträge werden angenommen und ausgeführt.
Freiwilliger Wechsel der Verfahrensart schafft Transparenz
Der Eröffnung des Insolvenzverfahrens als Regelverfahren war eine bewusste Entscheidung des Geschäftsführers Gerd Breckle vorausgegangen, der seinen zunächst gestellten Antrag auf Eigenverwaltung freiwillig zurückgenommen hatte. Hintergrund ist, dass sich seine Familie als Investor am laufenden Investorenprozess beteiligen möchte. „Mir ist wichtig, jeden Anschein einer Interessenkollision zu vermeiden und für unsere Gläubiger volle Transparenz herzustellen“, so Gerd Breckle. „Deshalb war für die Fortsetzung der Sanierung im Regelinsolvenzverfahren der richtige und faire Weg.“
Kunden und Lieferanten stehen zum Unternehmen
Die Marktposition von Breckle Weida bleibt stabil. Die Kunden schätzen die hochwertigen Produkte des Unternehmens nach wie vor und halten dem Unternehmen ebenso die Treue wie die Lieferanten. Das schlägt sich in einem hohen Auftragseingang für die kommenden Monate nieder.
Erfreuliche Resonanz bei potenziellen Investoren
Im gestarteten strukturieren M&A-Prozess besteht eine erfreulich hohe Nachfrage der Investoren. Das ist ein deutliches Signal für die Substanz und die Perspektiven des Unternehmens.
Verlässliche Grundlage für die Belegschaft
Im Jahr 2025 hatte Breckle Weida in Vorbereitung eines erwarteten Großauftrags zusätzliche Mitarbeitende eingestellt. Da dieser Auftrag jedoch nicht im erhofften Umfang zustande kam und auch die übrige Nachfrage verhalten blieb, leitete das Unternehmen Anfang 2026 einen Personalabbau ein. Zu diesem Zeitpunkt waren noch etwas über 300 Mitarbeitende beschäftigt. Der Abbau wurde während der vorläufigen Eigenverwaltung abgeschlossen. Künftig sind rund 235 Mitarbeitende für das Unternehmen tätig. Durch diese und weitere Restrukturierungsmaßnahmen ist Breckle Weida in der Lage, die Löhne und Gehälter aus eigener Kraft zu zahlen, nachdem das Insolvenzgeld im Juli 2026 ausgelaufen ist.
„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Fundament dieser Sanierung“, betont Insolvenzverwalter Kai Dellit. „Der Geschäftsbetrieb läuft stabil, die Auftragslage hellt sich auf und das Interesse potenzieller Investoren ist hoch. Das sind gute Voraussetzungen, um Breckle Weida erfolgreich in die Zukunft zu führen.“
Über Breckle Matratzenwerk Weida GmbH
Die Breckle Matratzenwerk Weida GmbH ist ein deutscher Matratzen-, Polster- und Boxspringbettenhersteller mit Sitz in Weida-Hohenölsen, Thüringen. Das 1932 gegründete Familienunternehmen ist einer der größten Matratzen- und Schlafmöbelproduzenten Deutschlands und produziert zu 100 % „Made in Germany”. Das Unternehmen verfügt über vollständige InhouseFertigungskapazitäten mit eigener Forschung, eigenem Schaumstoff- und Holzwerk mit Tischlerei für Bettenfertigung, sowie eigener Näherei und Stepperei. Matratzen, Lattenrahmen, Polster- und Boxspringbetten liefert Breckle nach ganz Europa, sowohl unter der Marke Breckle als auch als Eigenmarke des Händlers.
Über den Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Kai Dellit
Kai Dellit, Rechtsanwalt und Partner von hww hermann wienberg wilhelm, ist Sanierungsexperte und verantwortlich etwa für die erfolgreichen Sanierungen des Health Care-Unternehmens Vidi GmbH, des Waschmittelherstellers domal wittol Wasch- und Reinigungsmittel GmbH, des Genussmittelproduzenten Altenburger Destillerie & Liqueurfabrik GmbH, des Bauunternehmens Sauerbrey Bau- und Vertriebs GmbH, des Porzellanherstellers Kahla/ Thüringen Porzellan GmbH, des Krankenhausbetreibers AccuMeda Health Invest GmbH, der Pflegeheimbetreiber Seniorenresidenz am Türmchen GmbH und Seniorenzentrum Wolfhagen gGmbH, des Onlinehändlers Samenhaus Müller GmbH sowie der Automobilzulieferer Bo Parts GmbH, Präzisionstechnik Reichenbach GmbH, Ibex Automotive GmbH (Kunze Gruppe) und MKB Metall- Konstruktions- und Betriebsmittelbau GmbH & Co. KG. www.hww.eu/ueber-uns/mitarbeiter/details/kai-dellit/
Über hww hermann wienberg wilhelm
hww hermann wienberg wilhelm ist ein auf Rechtsberatung, Restrukturierung, Insolvenz- und Zwangsverwaltung spezialisierter Dienstleister. Mit mehreren hundert Mitarbeitern ist hww an mehr als 20 Standorten in Deutschland vertreten und verfügt über ein eigenes internationales Netzwerk. Die Rechtsanwälte von hww hermann wienberg wilhelm sind in ihrer langjährigen Tätigkeit bundesweit bereits in tausenden Insolvenzverfahren von zahlreichen Insolvenzgerichten bestellt worden. Zu namhaften Verfahren der Kanzlei gehören z. B. die Insolvenzen von Holzmann, Karmann, DWW Woolworth, Q-Cells SE, Germania, Thomas Cook und des Automobillieferanten Minda.