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St. Franziskus-Hospital Winterberg Neuaufstellung auf der Zielgeraden Gläubiger stimmen einstimmig für den Insolvenzplan

[Winterberg – 19. Mai 2021] – Das St. Franziskus-Hospital Winterberg ist
gerettet. Im Rahmen der heutigen Gläubigerversammlung vor dem
Amtsgericht Arnsberg haben die Gläubiger einstimmig dem Insolvenzplan und
damit auch der dauerhaften Fortführung des Winterberger Krankenhauses
zugestimmt. Mit der Annahme des Insolvenzplans wird die Klinik, die sich seit
November 2019 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet,
vollständig entschuldet. Darüber hinaus wird die Basis für eine Veränderung
der bisherigen Gesellschafterstrukturen geschaffen.

„Mit diesem eindeutigen Votum sind wir den entscheidenden Schritt auf dem
Weg zu einer langfristigen Fortführungslösung für das St. Franziskus-Hospital
Winterberg und das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) gegangen“,
sagte der Generalbevollmächtigte Dr. Christoph Niering (Niering Stock Tömp
Rechtanwälte, Köln) anschließend.

Mit der Annahme des Insolvenzplans durch die Gläubiger und der ebenfalls
heute erfolgten Bestätigung durch das Amtsgericht Arnsberg gehen die fast
zweijährigen Sanierungsbemühungen des Restrukturierungsteams um Dr.
Christoph Niering jetzt auf die Zielgerade.

Gemeinsam mit dem Sachwalter, Rechtsanwalt Andreas Schoß (Wuppertal),
und dem zu Beginn des letzten Jahres eingesetzten Geschäftsführers Andreas
Pulver wurde das St. Franziskus-Hospital Winterberg in den vergangenen 24
Monaten grundlegend neu aufgestellt, erweitert und modernisiert.

Die Gesundheits- und Notfallversorgung der Bevölkerung war in dieser Zeit
ohne Unterbrechung gewährleistet.

Insolvenzverfahren kann zeitnah beendet werden

Die heutige Annahme und Bestätigung des Insolvenzplans ist Basis für den
Gesellschafterwechsel, der nunmehr noch im Handelsregister vollzogen
werden muss. Nach Rechtskraft des Insolvenzplans und Eintragung des neuen
Gesellschafters unter operativer Führung der AccuMeda Management GmbH
kann das Eigenverwaltungsverfahren voraussichtlich im Laufe des
kommenden Monats aufgehoben werden.

„Das Ziel unserer Sanierungsbemühungen bestand von Beginn an darin, das
Winterberger Krankenhaus, das MVZ und insbesondere die rund 200
Arbeitsplätze zu erhalten. Das uns dies auch gegen verschiedenste
Widerstände und über drei Wellen der Corona-Pandemie gelungen ist, ist für
alle Beteiligten ein hervorragendes Ergebnis“, so Dr. Niering.

Arbeitsplätze bleiben erhalten

Der Gesellschafterwechsel führt erfreulicherweise zu keinem
Arbeitsplatzabbau. Im Gegenteil. Die Personalausstattung soll noch weiter
ausgebaut werden. „Es freut mich besonders für die engagierten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses, dass deren
Engagement und Zuversicht mit der jetzt gefundenen Investorenlösung
bestätigt wurde“, so Sanierungsgeschäftsführer Andreas Pulver.

„Unsere Mitarbeitenden haben sich unter belastenden Bedingungen, sprich:
Sanierungsverfahren und Corona-Pandemie, leidenschaftlich für unsere
Patienten und den Erhalt ihrer Arbeitsplätze ins Zeug gelegt. Sie haben
deshalb auch einen maßgeblichen Anteil daran, dass wir heute zu diesem
guten Ergebnis gekommen sind.“

Im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung haben der Generalbevollmächtigte
Dr. Christoph Niering und der Geschäftsführer Andreas Pulver heute Mittag
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das Ergebnis der
Gläubigerversammlung und die weiteren Schritte bis zur Aufhebung des
Insolvenzverfahrens informiert. Beide sprachen den Mitarbeitenden ihren
Dank für die Zusammenarbeit und ihr großartiges Engagement in diesen
persönlich und wirtschaftlich schwierigen Zeiten aus.

Überdurchschnitte Quote für die Gläubiger

Auf Basis der mit dem neuen Gesellschafter getroffenen Vereinbarung und
dem heutigen Insolvenzplan kann für die Gläubiger eine erste sichere Quote
von 20 % kurzfristig zur Auszahlung gebracht werden. Im kommenden Jahr
wird eine weitere quotale Zahlung erfolgen können, welche jedoch noch von
verschiedenen Gesprächen mit den Sozialversicherungsträgern und ggf. auch
mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW abhängig ist.