TRADITIONSREICHE PORZELLANMANUFAKTUR UNTER SANIERUNGSDRUCK: KAHLA PORZELLAN GMBH STELLT INSOLVENZANTRAG

  • Kahla Porzellan steht seit über 180 Jahren für höchste Qualität und Innovation „Made in Germany“.
  • Vorläufiges Verfahren am Amtsgericht Gera angeordnet – RA Rolf Rombach zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
  • Produktion und Vertrieb laufen vollumfänglich weiter, Lieferfähigkeit ist gesichert.
  • Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden sind über das Insolvenzausfallgeld abgesichert.

„Der Geschäftsbetrieb der Kahla Porzellan GmbH läuft uneingeschränkt weiter. Gemeinsam mit allen Beteiligten wird derzeit intensiv an einer Stabilisierung des Geschäftsbetriebes gearbeitet. Ziel ist es, die Zukunft von Kahla Porzellan langfristig zu sichern und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.“ Rechtsanwalt Rolf Rombach, Insolvenzverwalter

Erfurt/Kahla, 19. März 2026 – Die Kahla Porzellan GmbH, einer der modernsten und traditionsreichsten Porzellanhersteller Europas, hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Gera ordnete daraufhin die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt Rolf Rombach, Gründer und Partner der Kanzlei ROMBACH Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter, zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Unmittelbar nach seiner Bestellung hat sich RA Rolf Rombach mit seinem Kanzleiteam vor Ort ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Lage verschafft. „Wir haben bereits erste Gespräche mit wesentlichen Lieferanten und Dienstleistern geführt, um den Geschäftsbetrieb nahtlos abzusichern“, erklärt Rombach. Die gute Nachricht für Kunden und Partner: Die Produktion läuft im vollen Umfang weiter, und alle Bestellungen werden wie gewohnt bearbeitet und ausgeliefert.

Mitarbeitende und Standortsicherung im Fokus

Die Belegschaft der Porzellanmanufaktur wurde bereits im Rahmen einer Betriebsversammlung über die aktuelle Situation und die nächsten Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden sind für die kommenden Monate über die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes gesichert. „Wir wissen das entgegengebrachte Vertrauen der Belegschaft und die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten sehr zu schätzen“, so Rombach weiter.

Ein Unternehmen mit Weltruf und regionaler tiefer Verwurzelung

Die Kahla Porzellan GmbH ist weit mehr als ein Industriebetrieb; sie ist ein Symbol für thüringische Industriekultur und handwerkliche Exzellenz. Seit der Gründung im Jahr 1844 hat sich das Unternehmen zu einer international geschätzten Marke entwickelt, die für funktionales Porzellandesign und nachhaltige Produktion steht. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Porzellanverarbeitung und zahlreichen Designpreisen ist Kahla Porzellan ein wichtiger Innovationsmotor der Branche und ein bedeutender Arbeitgeber für die gesamte Region.

Das Ziel des nun eingeleiteten Verfahrens ist es, diese wertvolle Expertise und die Marke KAHLA durch ein tragfähiges Sanierungskonzept langfristig zu erhalten und für das Unternehmen eine neue, stabile Zukunftsperspektive zu erarbeiten.

Über ROMBACH Rechtsanwälte

ROMBACH Rechtsanwälte berät seit mehr als 30 Jahren Unternehmen in Krisensituationen. Egal ob Strategiekrise, Erfolgskrise oder Liquiditätskrise – die Kanzlei verfügt über ein breites und fundiertes Knowhow in allen gängigen Verfahren zur Bewältigung von Unternehmenskrisen. Hierzu zählen präventive Sanierungen (nach StaRUG), Restrukturierungen (Insolvenzplan, Eigenverwaltung, Schutzschirmverfahren) sowie die klassische Insolvenzverwaltung. Im mitteldeutschen Raum setzen wir mit unserer Expertise und unseren durch Zahlen belegten Erfolgen Maßstäbe. Rechtsberatungen beispielsweise im Arbeitsrecht sowie für Insolvenzanfechtungen ergänzen unser Beratungsspektrum. Einschlägiges fachliches Knowhow besteht zudem in der Gläubigerberatung. Die Kanzlei ist für Insolvenzverwaltung durch den TÜV Rheinland als geprüfte Kanzlei für Insolvenzrecht, Zwangsverwaltung, Sanierung und Restrukturierung von Unternehmen gemäß ISO 9001:2015 sowie nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung (GOI) zertifiziert. Zusätzlich unterzieht sich die Kanzlei seit 2003 jährlich einer freiwilligen Analyse der Verfahrenskennzahlen der von ROMBACH Rechtsanwälte betreuten Insolvenzverfahren durch die Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Von 2003 bis 2020 hat die Kanzlei 639 eröffnete Unternehmensinsolvenzverfahren bearbeitet, davon 47,3 Prozent mit einer Insolvenzmasse zwischen 25.000 und 250.000 Euro und 13,8 Prozent mit einer Insolvenzmasse über 250.000 Euro.