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WILLMERKÖSTER: Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für die Finnjark GmbH gestellt

• Zurückhaltende Auftragsvergabe und stornierte Aufträge im gewerbli-chen Bereich sowie Belastungen durch die Corona-Pandemie führen zu finanzieller Schieflage

• Geschäftsbetrieb läuft weiter / Löhne und Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bis Ende März abgesichert

• Investorenprozess gestartet

Bispingen/Celle, 02. März 2021

Die FINNJARK GmbH mit Hauptsitz in Bispingen hat beim Amtsgericht Cel-le einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. FINN-JARK gilt als Pionier des Saunabaus in Deutschland und bietet seit mehr als 50 Jahren anspruchsvolle und hochwertige Saunen sowie zusätzliche Spa- und Wellnesslösungen an. FINNJARK Saunen werden sowohl für den Pri-vatbereich als individuelle Designs als auch für gewerblichen Kunden ange-fertigt. Langjähriges Know-how in der Planung über die Fertigstellung bis hin zum Service sichert ein besonderes Qualitätsniveau. In der Fertigung wird auf natürliche Materialien aus nachhaltiger Forstwirtschaft gesetzt.

Hintergrund der finanziellen Schieflage des Unternehmens sind ein derzeit geringes Auftragsvolumen sowie ein stornierter Großauftrag im Geschäfts-kundensektor, insbesondere durch eine zurückhaltende Auftragsvergabe in der Kreuzfahrtbranche. Diese zählt zu den Kernbereichen von FINNJARK. Positive Trends im Privatkundensektor reichten nicht aus, um die Rückgän-ge im Geschäft mit den gewerblichen Kunden sowie die gestiegenen Belas-tungen durch die Corona-Pandemie zu kompensieren. FINNJARK erzielte zuletzt einen Jahresumsatz in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro und beschäftigt aktuell 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter der FINNJARK GMBH wurde der Rest-rukturierungsexperte Dr. Malte Köster aus der Kanzlei WILLMERKÖSTER, bestellt. Gemeinsam mit seinem Team um Rechtsanwalt Martin Gehlen hat Köster die Arbeit im Unternehmen bereits aufgenommen. In einer ersten Stellungnahme erklärte Köster, dass der Geschäftsbetrieb bei FINNJARK bis auf weiteres fortgeführt werden kann. Die Löhne und Gehälter der Mit-arbeiterinnen und Mitarbeiter sind bis Ende März abgesichert. Köster kün-digte an, in den kommenden Wochen an Sanierungsperspektiven zu arbei-ten. Dazu wurde bereits ein Investorenprozess gestartet.

Dr. Malte Köster als vorläufiger Insolvenzverwalter wörtlich: „Dass der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden kann, ist eine gute Nachricht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch für die Kunden. Nach einer ersten Bestandsaufnahme sehen wir Chancen für eine Fortführung. FINNJARK steht als Unternehmen für Expertise und Qualität und verfügt über eine grundsätzlich solide Kundenstruktur. In den kommenden Wochen werden wir daran arbeiten, Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Im gestarteten In-vestorenprozesses haben erste potenzielle Investoren bereits ihr Interesse an einer Übernahme signalisiert.“