Zukunft der Riedl Kunststofftechnik durch Investorenlösung gesichert

  • Erfolgreiche Rettung: Geschäftsbetrieb auf neu gegründete Riedl Kunststofftechnik GmbH übertragen
  • Starker Verbund: Joint Venture aus erfahrenem Management und einem etablierten CNC-Kompetenzzentrum aus der Region übernimmt das operative Geschäft
  • Standort und Arbeitsplätze bleiben erhalten

Erding / Landshut, 09. März 2026. Gute Nachrichten für das Erdinger Traditionsunternehmen Riedl Kunststofftechnik und Formenbau: Der Geschäftsbetrieb konnte durch eine übertragende Sanierung gerettet werden. Mit Wirkung zum 1. März 2026 hat die neu gegründete Riedl Kunststofftechnik GmbH den Betrieb übernommen. Hinter der neuen Gesellschaft steht ein strategisches Joint Venture, bestehend aus dem bisherigen Geschäftsführer David Bernhardt und einem etablierten CNC-Kompetenzzentrum aus der Region. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Gemeinsame Kraftanstrengung sichert Fortbestand

Besonders erfreulich ist, dass alle rund 29 Arbeitsplätze am Standort Erding erhalten bleiben. „Dass wir heute diese positive Lösung präsentieren können, ist dem außerordentlichen Einsatz aller Beteiligten zu verdanken. Kunden, Lieferanten und vor allem die Belegschaft haben in den vergangenen Wochen an einem Strang gezogen und dem Unternehmen die Treue gehalten“, erklärt der Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne von der Kanzlei dkr kuhne dr. raith. Ein entscheidender Erfolgsfaktor war dabei die ununterbrochene Fortführung der Produktion: „Der Geschäftsbetrieb war zu keinem Zeitpunkt unterbrochen. Diese Stabilität war die notwendige Basis, um das Vertrauen der Investoren zu gewinnen und eine langfristige Perspektive zu schaffen“, so Kuhne weiter.

Tradition trifft auf neue Synergien

Die Riedl Kunststofftechnik blickt auf eine beeindruckende Historie zurück, die bis auf ein im Jahr 1959 gegründetes Einzelunternehmen wurzelt. Das Unternehmen hat sich als spezialisierter Hersteller hochwertiger Kunststoffteile einen Namen gemacht und beliefert namhafte Kunden wie Rohde & Schwarz, Kermi, Schott-Glas und ThermoFisher. Um das Unternehmen wieder dauerhaft in die Gewinnzone zu führen und zukunftsfähig aufzustellen, war im Januar 2026 eine strategische Neuausrichtung erforderlich. In diesem Zuge wurde der Teilbereich Werkzeugbau eingestellt. „Dieser Schritt war schmerzhaft, aber notwendig, um den Kern des Unternehmens zu schützen und fit für die Zukunft zu machen. Mit dem neuen starken Partner gewinnen wir nun wertvolle Synergien und technisches Know-how hinzu“, betont Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne.

Professionelle Begleitung des Investorenprozesses

Der strukturierte Investorenprozess wurde von der Firma Raab & Kollegen GbR aus Eching unter der Leitung von Mark Hellwege intensiv betreut. Durch die zielgerichtete Suche konnte in kurzer Zeit die optimale Lösung für den Standort gefunden werden. Mit dem Übergang auf die neue Struktur ist das Verfahren erfolgreich abgeschlossen und die Riedl Kunststofftechnik startet als saniertes Unternehmen in ein neues Kapitel.

Über dkr kuhne dr. raith rechtsanwälte PartGmbB

Die Kanzlei dkr kuhne dr. raith rechtsanwälte PartGmbB (www.dkr-partner.de) verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Sanierung und Restrukturierung. Sie ist mit zwei Verwaltern und einem Team von zehn Mitarbeitenden an zahlreichen Gerichten in Bayern tätig und bearbeitet Insolvenzverfahren aller Größenordnungen. Besondere Expertise hat die Kanzlei in den Bereichen der übertragenden Sanierung, in Insolvenzplanverfahren sowie in Eigenverwaltungen; ihre Partner stehen auch als Organ (CRO) in Eigenverwaltungsverfahren zur Verfügung. Rechtsanwalt und Partner Marc-André Kuhne ist spezialisiert auf Betriebsfortführungen und Sanierungen, sowie auf die Begleitung von Eigenverwaltungsverfahren als Sachwalter. Er wird seit 15 Jahren regelmäßig als Insolvenzverwalter bestellt.