Namen & Nachrichten | INDat Report 04_2026 | Mai 2026
+++ Die Kanzlei Heidemann Küthe Rechtsanwälte in Düsseldorf verstärkt sich mit der Insolvenzverwalterin RAin Christin Malsch und ihrem neunköpfigen Team. Damit wechselte der Insolvenz- und Sanierungsbereich von Schulz Sozien zum Mai 2026 zu Heidemann Küthe. Die Standorte Gelsenkirchen, Herne und Köln bleiben erhalten und laufen fortan unter dem neuen Kanzleinamen.
+++ Neuer Co-Leiter der Praxisgruppe Restrukturierung und Insolvenzrecht von Heuking ist RA Dr. Johan Schneider, deren Aufgaben er sich mit RA Prof. Dr. Georg Streit teilt. Schneider ist bereits seit rd. 25 Jahren bei Heuking, u. a. war er Standortleiter Hamburg und Managing Partner.
+++ PwC vermeldet zum April 2026 drei Neuzugänge im Bereich Performance & Restructuring: Felix Schultze als Partner sowie Marius Herminghaus und Nicolas Kauer als Directors. Alle drei Experten kommen von EY-Parthenon.
+++ Die auf Restrukturierung und Transformation ausgerichtete Unternehmensberatung enomyc GmbH mit Hauptsitz in Hamburg verkündet als »nächste Wachstumsphase« und als Antwort auf »strukturelle Veränderungen im Markt« die Partnerschaft mit dem Schweizer Private-Equity-Unternehmen Ufenau Capital Partners AG. Die operative Führung bleibe unverändert bei Martin Hammer, Uwe Köstens und Julia Hammer. Gemeinsam wolle man die Restrukturierungskapazitäten ausbauen, erklärt enomyc.
+++ Der Düsseldorfer Kreis für Transformation und Restrukturierung e. V. hat nun auch in Frankfurt am Main einen Ableger gegründet, den Auftakt macht eine Veranstaltung am 02.06.2026 zum Thema »Chemie im Umbruch«. Die Leitung des Frankfurter Kreises übernehme ein Beirat mit je einem Vertreter von Deloitte, Baker McKenzie und FTI-Andersch.
+++ Seit Mitte Mai 2026 gehört RA Dr. Björn Biehl als Equity-Partner der Kanzlei Heuking im Münchner Büro an. Er verstärkt die Bereiche M&A, Private Equity und Restrukturierung. Biehl war zuletzt Partner von Greenberg Traurig LLP in München, davor Partner bei McDermott Will & Emery. Der Einstieg sei ein wichtiger Schritt im Zusammenspiel von Transaktionskompetenz und Restrukturierungsexpertise, erklärt Heuking.
+++ RSM Ebner Stolz hat zum Mai dieses Jahres im Rechtsbereich die Praxis Restrukturierung und Insolvenzrecht mit dem Zugang des neuen Partners RA Dr. Marc Oberhardt weiter ausgebaut. Zuletzt war er über 13 Jahre Partner bei McDermott Will & Schulte LLP. Oberhardt berät vom Standort Düsseldorf aus (internationale) Unternehmen bei Restrukturierung und Eigenverwaltung.
+++ Nach über neun Jahren bei der Wiener Insolvenzkanzlei Abel Rechtsanwälte GmbH hat RA Matthias Prior in Wien mit der Prior Rechtsanwalts GmbH (Prior Law) seine eigene Kanzlei gegründet mit dem Fokus auf Beratung in den Bereichen Insolvenz, Restrukturierung und Sanierung. Die Abel Rechtsanwälte GmbH ist derzeit u. a. Konkursverwalterin der Signa Prime Selection AG.
+++ Das BMJV hat am 30.04.2026 zu einer für drei Stunden geplanten Anhörung zu den insolvenzrechtlichen Regelungen und Implikationen des Verordnungsvorschlags der EU-Kommission zur Einführung eines 28. Regimes eingeladen, an der virtuell bzw. in Präsenz u. a. Vertreter von BAKinso, BWD, Gravenbrucher Kreis, NIVD und VID teilgenommen haben. Aus Teilnehmerkreisen heißt es, dass sich alle einschlägigen Verbände gegen den Vorschlag mit den »unzureichend angepassten Versatzstücken des zu Recht aus der Harmonisierungsrichtlinie gestrichenen Titels VI« ausgesprochen hätten. Die Anhörung konnte bereits nach zwei Stunden beendet werden. Am 27.04.2026 hatte das BMJV eine Anhörung zum Eckpunktepapier zur neuen Gesellschaft mit gebundenem Vermögen durchgeführt und auch dort die restrukturierungs- und insolvenzrechtlichen Aspekte von Experten bewerten lassen.
+++ Noerr gab Mitte April 2026 bekannt, mit einem Team um RA Dr. Thomas Hoffmann die deutsche Northvolt Projektgesellschaft in Heide in der solventen Liquidation und bei der Rückführung nicht verbrauchter Steuergelder in Höhe von 222 Mio. Euro an die KfW zu beraten. Die Rückführung sei möglich geworden, nachdem die Northvolt Projektgesellschaft ein Restrukturierungsverfahren nach dem StaRUG am AG Hamburg durchlaufen hat, wodurch die solvente Liquidation und damit die Befriedigung aller Gläubiger der Projektgesellschaft habe sichergestellt werden können. Es habe ein Beschwerdeverfahren zum LG Hamburg gegeben, das den Bestätigungsbeschluss von RiAG Dr. Andreas Schmidt vollumfänglich aufrechterhalten habe. Damit habe sich die deutsche Northvolt-Gesellschaft der Insolvenz der Northvolt-Gruppe erfolgreich entziehen können. Im Rahmen der solventen Liquidation sollen die Vermögenswerte der Northvolt Projektgesellschaft auf einen Investor übertragen werden. +++